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Tiefe Verbundenheit mit dem archaischen Material Ton

Künstlerin Anita Magdalena Franz stellt in der Baumüller-Kantine aus

Alte SchubladeDas Werk „Alte Schublade“ von Künstlerin Anita Magdalena Franz besteht aus einem nicht veränderten Fundstück, das mit einer Ton-Skulptur versehen wurde. Dieses und weitere Werke der Keramikerin sind bis Ende August 2017 in der Baumüller-Kantine zu sehen„Von mir gefertigte Skulpturen, Objekte, Bilder und Figuren drücken meine tiefe Verbundenheit mit dem archaischen Material Ton aus“, betont Künstlerin Anita Magdalena Franz, die nun drei Monate lang ihre Werke in der Baumüller-Kantine präsentiert. Ihre Ausstellung läuft unter dem Namen „empfangen – befangen – gefangen“ und zeigt Acrylarbeiten, großflächige Bilder mit Ton und Oxiden auf Leinwand und Collagen, nicht zuletzt mit rostigen Fundstücken.

Franz arbeitet als köperorientierte Psychotherapeutin in einer eigenen Praxis und setzt sich auch künstlerisch seit vielen Jahren mit Menschen skulpturell und bildhaft auseinander. „Bei meinen Arbeiten nutze ich oft mein körperliches Gegenübertragungsgefühl als Erfahrungsinstanz und Erkenntnisinstrument. Es entsteht der Ausdruck der Berührung im doppelten Wortsinn“, so die Keramikexpertin.

Kunstbegeisterte erleben die Ausstellung als einen provokanten Grenzgang. Unproportionalität ist bei den „materialisierten Gefühlen“ gewollt. Natürliches, Metallschrott oder Fundstücke aus der Umgebung werden von der Künstlerin hinzugefügt oder geben das Thema der Skulptur bzw. des Bildes vor. Die Objekte entspringen einem Arbeitsprozess, der von Inspiration und Intuition geleitet wird.

Anita Magdalena Franz lebt in Offenhausen und war viele Jahre lang an der Kunstakademie in München als Supervisorin tätig. Als Meisterschülerin von Georg Krüger in Frankreich konnte sie ihr Wissen rund um die Keramik ausbauen. 2014 wurde sie für den Kunstpreis des Bundes Fränkischer Künstler nominiert.

Beständige Künstlerförderung

Seit vielen Jahren bietet das Projekt „Kunst in der Kantine“ Künstlern aus der Region Nürnberg die Möglichkeit, ihre Werke in den Räumen von Baumüller auszustellen. „Kunst im industriellen Umfeld“ – dieses Motto kommt bei Initiatoren, Künstlern und Besuchern der Ausstellung gut an. Über 60 Ausstellungen konnten Mitarbeiter und externe Kunstinteressierte inzwischen schon in der Kantine besichtigen. Besucher von extern haben die Möglichkeit, die Ausstellung nach terminlicher Absprache zu besuchen.

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